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Sehenswürdigkeiten der Umgebung

1. Spaziergang durchs Dorf

Ihr werdet mit einem herzlichen „Salama“ der vielen Kinder begrüsst! Ein Spaziergang bietet Einblick ins beschauliche Dorfleben: Sakalava-Frauen flechten sich gegenseitig Zöpfchen, putzen und stampfen den Reis oder sind am Flechten einer Matte. Männer bringen ihren Beitrag ans Nachtessen heim, einen Fisch aus der Manambolo. Wer vom Fischsport fasziniert ist, kann sich übrigens von der einheimischen Bevölkerung auch eine Fischerrute machen und von der Manambolo überraschen lassen…

Im Juni und Juli finden die traditionellen Wettkämpfe statt, bei denen selbst die Kinder auf eine spielerische Weise teilnehmen. Das „Moraingy“ ist eine traditionelle Kampfart, die insbesondere in dieser Region stattfindet und ein Kräftemessen zwischen den verschiedenen Dörfern darstellt.

 

2. Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha ist ein einzigartiges Naturschauspiel! 1927 hat die UNESCO die Tsingy als Schutzgebiet erklärt, aber erst 1990 wurde das Gebiet in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen. Das Gebiet ist mit seinen 157'710 Hektaren eines der grössten Naturschutzgebiete Madagaskars und liegt zwischen circa 75 und 700 Meter über dem Meeresspiegel. Die Tsingy liegen auf dem „Plateau du Bemaraha“ im mittleren Westen und sind Teil der „Chaine de l’Antsingy“; sie entstanden als in der Erdgeschichte der Meeresboden zu einem Gebirge hochgepresst wurde. Während Millionen von Jahren erschuf die Erosion aus dem aus Muschelkalk bestehenden Gebirge eine bizarre Landschaft: Höhlen, Grotten, Canyons und Flusslandschaften der Manambolo wechseln sich ab mit bis zu 20 Metern hohen Felsformationen, die wie Nadeln in den Himmel empor ragen. Daher kommt auch der Name: Tsingy bedeutet Nadeln auf Madagassisch. Während den Rundgängen durch die Tsingy erkennt man immer wieder versteinerte Meerestiere im Kalkgestein, was ein Indiz für die Entstehungsgeschichte ist.

Die Tsingy de Bemaraha verfügen über eine intakte und zudem wunderschöne Fauna. Ungefähr 13 Lemur-Arten (davon zehn nachtaktive Lemurenarten), 94 Vogelarten (darunter auch Wasservögel), 15 Fledermaus-Arten, 22 Amphibien-Arten, 66 unterschiedliche Reptilien sowie Säugetiere wie Mangusten oder Ratten. Mit über 350 Pflanzenarten ist auch die Flora unglaublich schön zu entdecken.

Vor 300 Jahren waren die Kalkstein Formationen die Heimat der Vazimba, laut der madagassischen Geschichte die ersten Bewohner Madagaskars. Dieses Volk hat auch heute noch eine Bedeutung für die Bewohner des Dörfchens Bekopaka. In den Tsingy befinden sich Gräber wie auch heilige Stätten für Zeremonien.
Im Nationalpark gibt es insgesamt 9 Routen, die in Bezug auf Dauer und Schwierigkeitsgrad unterschiedlich sind. Je nach Lust und Möglichkeiten können Routen auch kombiniert werden. Der Eintritt in den Park wird pro Person und je nach Route bezahlt. Alle Touren sind von gut ausgebildeten Führern der ANGAP geleitet, die selbst aus dieser Region stammen. Ihre geübten Augen entdecken auch versteckte Tiere wie die seltenen Nachtlemuren oder Schlangen, Chamäleone, viele Vögel und Krokodile! Wenn Sie mehr zu den Vazimba erfahren wollen, können Sie ihren ortsansässigen Führer darauf ansprechen, er erzählt ihnen bestimmt gerne von den legendären Vazimba!

1

Circuit Tantely

max. 2h, leichter Schwierigkeitsgrad

2

Circuit Andadoany

max. 3h, leichter Schwierigkeitsgrad

3

Circuit Ankeligoa

max. 3h, leichter Schwierigkeitsgrad

4

Circuit Andadoany/Ankeligoa

halber Tag, Möglichkeit eines Pic-nics

5

Circuit Anjohimanitsy 

max. 8h, anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad

6

Circuit Andamozavaky

max. 4h, höherer Schwierigkeitsgrad;
nicht empfehlenswert für Personen, die nicht schwindelfrei sind (mit Hängebrücke über einer Schlucht);
17 km entfernt des Parkeingangs, Auto notwendig

7

Circuit Ranotsara

max. 2-4h, höherer Schwierigkeitsgrad;
17 km entfernt des Parkeingangs, Auto notwendig.

8

Circuit Georges de la Manambolo

max. 2h, Besuch der Höhlen am Fluss

9

Circuit Manambolo

3h, 1h in Pirogen auf dem Fluss und 2h zu Fuss,

 

3. RAMSAR-Gebiet

60 km von Bekopaka entfernt liegt das Seen-Gebiet Manambolomaty, das eine Fläche von 7491 Hektaren umfasst und in die RAMSAR-Liste (Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten) aufgenommen wurde. Das Gebiet ist Heimat für viele verschiedene Fische und Vögel: der bedrohte Fischadler Haliaeetus vociferoides, die Frischwasser-Schildkröte Erymnochelys madagascariensis, verschiedene Reiher (Humblot Reiher Ardea humbloti und der Graureiher Ardea cinerea), die „white-backed“ Ente Thalassornis leuconotus, Flamingos Phoenicopterus ruber, sowie auch sieben verschiedene Lemur Arten (Microcebus murinus, Mirza coquereli, Phaner furcifer pallescens, Hapalemur griseus occidentalis, Lepilemur edwardsi, Propithecus verreauxi deckeni and Eulemur fulvus rufus).

 

 

 

 

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